Demonstrationen gegen Rechtsextremismus – SG 270

Demonstrationen gegen Rechtsextremismus – SG 270

Ich war im Januar und Februar zwei Mal mit meiner Familie in München auf Demonstrationen gegen Rechtsextremismus und Fremdenhass. Es ist wichtig, gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. So können wir für eine gerechte und vielfältige Gesellschaft einstehen. Die Geschichte zeigt, dass Rechtsextremismus zu Gewalt, Diskriminierung und Unrecht führen kann. Durch friedliche Demonstrationen können Menschen gemeinsam für eine bessere Zukunft eintreten. Und wir können so zeigen, dass wir viele sind. Wir sind die Mehrheit. Das ist auch ein wichtiges Zeichen für das Ausland. Sonst denkt Ihr da draußen vielleicht, in Deutschland leben nur Nazis. Das ist nicht so!

In der Vergangenheit hat der Rechtsextremismus in Deutschland und anderswo schwere Schäden angerichtet. Während des Nationalsozialismus führte die Ideologie der Nazis zu Krieg, Völkermord und unermesslichem Leid. Diese schmerzhafte Geschichte erinnert uns daran, wie wichtig es ist, gegen extremistische Ideologien vorzugehen.

Heutzutage gibt es immer noch rechtsextreme Gruppen, die Hass verbreiten und für Spaltung in der Gesellschaft sorgen. Wenn wir sie ignorieren, fühlen sie sich gestärkt. Es wird dann immer normaler, rechtsextreme Parolen zu rufen oder sich in den sozialen Netzwerken rassistisch zu äußern. Das darf aber nicht normal werden. Durch Demonstrationen können Menschen ein starkes Zeichen setzen, dass sie für Toleranz, Gleichberechtigung und Menschenrechte eintreten. Gemeinsam können sie zeigen, dass sie sich nicht von Hass beeinflussen lassen und für eine demokratische Gesellschaft stehen, in der jeder respektiert wird.

Friedliche Demonstrationen bieten auch die Möglichkeit, die Öffentlichkeit aufzuklären und Bewusstsein zu schaffen. Menschen können ihre Stimme erheben und zeigen, dass sie nicht gleichgültig gegenüber extremistischen Ideologien sind. Es ist wichtig, auf Fakten basierende Informationen zu teilen und Vorurteile zu entkräften, um eine informierte und aufgeklärte Gesellschaft zu fördern.

Schön finde ich bei den Demonstrationen auch immer die friedliche und kreative Stimmung. Die  Menschen nutzen Kunst, Musik und humorvolle Aktionen, um ihre Botschaft zu verbreiten. Sie überlegen sich lustige und gute Sprüche, die sie auf Schilder malen. Oder sie basteln große, beleuchtete Peace-Zeichen. Dies zeigt, dass der Kampf gegen Rechtsextremismus nicht nur ernsthaft, sondern auch kreativ sein kann. Humor kann eine effektive Waffe gegen Hass sein und Menschen zusammenbringen.

Im November haben Journalisten recherchiert, dass es ein erschreckendes Treffen gab. Bestimmte Menschen planten dort, in Deutschland lebende Ausländer auszuweisen. Seitdem gehen in vielen Städten Deutschlands Menschen auf die Straße, um gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Die sogenannte schweigende Mehrheit ist laut geworden. 

In Deutschland gibt es viele Organisationen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren. Sie organisieren regelmäßig Demonstrationen und Veranstaltungen, um die öffentliche Aufmerksamkeit zu lenken. Diese Organisationen setzen sich für Bildung, Aufklärung und den Schutz von Minderheiten ein. Hier in München haben auch Aktivisten wie Fridays for Future mitgeholfen, die Demos zu organisieren. 

Es ist wichtig zu betonen, dass Demonstrationen gegen Rechtsextremismus nicht nur von bestimmten Gruppen getragen werden sollten. Alle Teile der Gesellschaft können und sollten sich daran beteiligen. Gemeinsam können Menschen verschiedener Hintergründe und Überzeugungen ein starkes Signal gegen Hass und Intoleranz senden. Es geht um unsere demokratischen Grundwerte. 

Es ist auch wichtig zu erkennen, dass der Kampf gegen Rechtsextremismus nicht aufhört, wenn eine Demonstration vorbei ist. Es erfordert eine kontinuierliche Anstrengung, um Bildung, Dialog und Zusammenarbeit zu fördern. Menschen müssen sich aktiv für eine inklusive und respektvolle Gesellschaft einsetzen, in der Extremismus keinen Platz hat.

Bei der ersten Demo in München kamen so viele Menschen, dass die Polizei die Veranstaltung abbrechen musste. Es war zu gefährlich. Die zweite Demo verlegte man dann auf die Theresienwiese, das ist ein großer Platz mitten in München, auf dem immer das Oktoberfest stattfindet. Hier hatten wir genug Platz, und es kamen bis zu 300.000 Menschen, die dann Lichter hochhielten, denn das Thema war „Lichtermeer“. Es war ein toller Moment, der mir Hoffnung und Mut gegeben hat. 

Wenn Du Dich fragst, was Du noch tun kannst, um Dich für die Demokratie zu engagieren: Du kannst in eine demokratische Partei eintreten. Die Parteien in Deutschland haben im Januar 2024 einen deutlichen Zuwachs an Mitgliedern festgestellt. So haben sie mehr Geld, um sich gegen Rechtsextremismus zu wehren und für unsere demokratischen Werte zu kämpfen. Und natürlich kannst Du in einer Partei auch aktiv selber Politik machen.

Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg270kurz.pdf

Wandern in Deutschland – SG 269

Wandern in Deutschland – SG 269

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Die aktuelle Episode:

Ich freue mich schon sehr darauf, in diesem Jahr wieder mehr wandern zu gehen. Wandern ist in Deutschland eine beliebte Aktivität. Man bewegt sich in der Natur, tut gleichzeitig etwas für den Körper und die Seele. Die Geschichte des Wanderns reicht weit zurück und hat tiefe Wurzeln in der deutschen Kultur.

Früher war Wandern oft eine Notwendigkeit, um von einem Ort zum anderen zu gelangen. Die Menschen hatten noch keine Autos, Pferdekutschen konnten sich nur die reichen Menschen leisten. Doch im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Wandern zu einer Freizeitaktivität. Die Menschen begannen, die Schönheit der Natur zu schätzen und sich auf Entdeckungsreisen durch Wälder, Berge und Täler zu begeben.

Heute gibt es in Deutschland ein gut ausgebautes Netz von Wanderwegen. Man kann spezielle Karten kaufen, auf denen die Wege eingezeichnet sind, und sie sind auch vor Ort beschildert. Der berühmte Fernwanderweg, der „Rheinsteig“, erstreckt sich entlang des Rheins und bietet atemberaubende Ausblicke auf das Flusstal. Der „Rennsteig“ im Thüringer Wald ist einer der ältesten Wanderwege Deutschlands und führt durch dichte Wälder und malerische Dörfer.

Eine interessante Tatsache ist, dass es in Deutschland viele Weitwanderwege gibt, die oft mit einem Symbol, dem „Wanderzeichen“, markiert sind. Dieses Zeichen weist den Weg und hilft Wanderern, sich auf den Routen zurechtzufinden. Die unterschiedlichen Farben und Formen der Wanderzeichen stehen für verschiedene Wanderwege und Schwierigkeitsgrade.

Wandern in Deutschland bietet nicht nur schöne Landschaften, sondern auch kulturelle Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel kann man auf dem „Malerweg“ in der Sächsischen Schweiz die beeindruckenden Felsen bewundern, die schon viele Künstler inspiriert haben. Der „Harzer-Hexen-Stieg“ führt durch den Harz und bietet nicht nur Naturerlebnisse, sondern auch Einblicke in die Geschichte und Legenden der Region.

Einige Wanderwege haben thematische Elemente, wie den „Käseweg“ in Bayern, wo man nicht nur die Natur, sondern auch lokale Käsesorten entdecken kann. In der Rhön gibt es den „Hochrhöner“, der mit Schafsmotiven geschmückt ist und auf dem man oft Schafherden begegnet.

Wanderungen in Deutschland sind oft gesellige Unternehmungen. Es gibt viele Wandergruppen und Vereine, die regelmäßig gemeinsame Touren organisieren. Das Teilen von Erfahrungen und die Geselligkeit machen das Wandern zu einer sozialen Aktivität. Man lernt nicht nur die Natur kennen, sondern knüpft auch neue Freundschaften. Schön finde ich, dass man sich zum Beispiel in den bayerischen Bergen beim Wandern grüßt. Wenn mir also jemand entgegen kommt, dann sagen wir „Servus“ oder „Grüß Gott“ zueinander. 

Der Wandertourismus ist auch für die lokale Wirtschaft von Bedeutung. Viele kleine Städte und Dörfer entlang der Wanderwege profitieren von den Besuchern, die in gemütlichen Gasthöfen übernachten oder lokale Spezialitäten probieren. So trägt das Wandern nicht nur zur körperlichen Gesundheit bei, sondern stärkt auch die Wirtschaft der Regionen.

In der Schule haben die Kinder zwei Mal im Jahr einen Wandertag – an diesem Tag machen die Kinder gemeinsam mit ihren Lehrern einen Ausflug. Allerdings wird dann nicht immer gewandert, oft gehen sie auch in ein Museum oder in einen Tierpark.

Wenn ich mir meine Wanderrouten aussuche, ist vor allem wichtig, dass es zum einen einen schönen See gibt, denn ich blicke gern aufs Wasser, und zum anderen eine Hütte oder einen Gasthof, in dem es etwas Leckeres zu Essen gibt. Na, hast du jetzt auch Lust, zu wandern?

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Steuern und das Finanzamt – SG 268

Steuern und das Finanzamt – SG 268

Wer in Deutschland lebt und arbeitet, der muss Steuern zahlen. Durch die Steuern verdient der Staat Geld, das er dann für den Bau von Straßen, Schulen oder auch für das Militär ausgeben kann.

In Deutschland ist das Finanzamt zuständig für die Verwaltung von Steuern. Die Geschichte des Finanzamts in Deutschland reicht weit zurück. Schon im Mittelalter gab es in einigen deutschen Städten Beamte, die für die Eintreibung von Steuern verantwortlich waren. Diese Steuern wurden verwendet, um die Stadtmauern zu reparieren, Straßen zu bauen und andere wichtige Aufgaben zu erfüllen.

Im Laufe der Zeit wurden die Steuersysteme immer komplexer. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und dem Wachstum der deutschen Wirtschaft stieg auch der Bedarf an einer effizienten Steuerverwaltung. 1919 wurde in Deutschland ein neues Steuersystem eingeführt, das auf der Einkommenssteuer basierte. Dies war ein wichtiger Schritt zur Modernisierung des Steuersystems und zur Schaffung eines gerechteren Systems zur Finanzierung des Staates.

Heute ist das Finanzamt eine zentrale Institution in Deutschland. Es ist für die Verwaltung verschiedener Steuerarten zuständig, darunter die Einkommenssteuer, und die Umsatzsteuer. Wenn Du in Deutschland Geld verdienst, zahlst Du Einkommenssteuer. Wenn Du etwas kaufst, siehst Du auf der Rechnung die Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer. Politisch wird auch immer wieder eine Erbschaftssteuer diskutiert – muss das Erbe versteuert werden oder nicht? Wenn ich etwas von einem verstorbenen Menschen erbe, muss ich dem Finanzamt Steuern dafür zahlen.

Was macht das Finanzamt noch? Das Finanzamt prüft die Steuererklärungen der Bürger und Unternehmen, berechnet die zu zahlenden Steuern und überwacht die Einhaltung der Steuervorschriften.

Das Finanzamt spielt auch eine wichtige Rolle bei der Finanzierung des Staates. Die Steuereinnahmen werden verwendet, um öffentliche Dienstleistungen wie Schulen, Straßen und Krankenhäuser zu finanzieren. Ohne Steuern wäre es für den Staat sehr schwer, diese wichtigen Aufgaben zu erfüllen.

Die Höhe der Steuern und die Steuersätze werden vom Gesetzgeber festgelegt. Die Steuersätze können je nach Einkommenshöhe und Art der Einkünfte variieren. Wer also mehr verdient, muss auch prozentual mehr Steuern zahlen. Es gibt auch bestimmte Steuervorteile und Freibeträge, die dazu beitragen, dass die Steuerlast für viele Bürger und Unternehmen gerechter verteilt werden soll. All diese Ausnahmen führen aber dazu, dass Deutschland ein sehr kompliziertes und manchmal extrem unlogisches Steuersystem hat. Ein Beispiel: Wer sich einen Kaffee zum Mitnehmen holt, der zahlt 19 Prozent Mehrwertsteuer, wenn er den Kaffee schwarz bestellt. Wenn er ihn mit Milch kauft, sind es 7 Prozent. 

Es gibt übrigens einige kuriose Steuern. Es gibt eine extra Steuer auf Sekt oder Schaumwein und auch auf Branntwein. Alkohol spült also Geld in die Staatskassen. Glücksspiel fällt unter die sogenannte Vergnügungssteuer, die Spielautomaten bringen dem Staat also auch Geld. Zu dieser Vergnügungssteuer zählen auch Tanzveranstaltungen und Kinos. Seit 1949 gibt es auch eine Kaffeesteuer, die jedes Jahr eine Milliarde Euro in die Staatskasse spült. 

Obwohl Steuern oft als komplex und verwirrend wahrgenommen werden, und viele sie nicht gerne zahlen, ist es wichtig, sich ihrer Bedeutung bewusst zu sein und sie als Teil unserer demokratischen Gesellschaft zu akzeptieren. 

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Brot und Bäckereien in Deutschland – SG #267

Brot und Bäckereien in Deutschland – SG #267

In Deutschland gibt es viele Bäckereien. Man kann sagen, dass Brot ein wichtiger Teil der deutschen Kultur ist. Viele Menschen in Deutschland essen jeden Tag Brot. Aber wie ist das Brot in Deutschland so bekannt und beliebt geworden?

Schon vor langer Zeit, in der Zeit der Römer, gab es in Deutschland Brot. Aber das Brot von damals war anders als das heutige Brot. Es war einfacher und hatte nicht so viele Zutaten.

Mit der Zeit haben die Menschen in Deutschland viele verschiedene Arten von Brot hergestellt. Sie haben neue Zutaten verwendet und verschiedene Backtechniken ausprobiert. Das hat dazu geführt, dass es heute in Deutschland viele verschiedene Brotsorten gibt, man spricht von 300 verschiedenen Arten.

Roggenbrot wird hauptsächlich aus Roggenmehl hergestellt. Es ist dunkel und hat einen kräftigen Geschmack.

Weißbrot wird aus Weizenmehl gemacht. Bei diesem Mehl wurde die Schale des Korns entfernt. Weißbrot ist heller und milder im Geschmack als Roggenbrot. Vollkornbrot wird aus Vollkornmehl hergestellt. Dieses Mehl wird aus dem ganzen Korn gemahlen. Also auch mit der Schale. Es enthält viele Ballaststoffe und ist sehr gesund.

Jede Region in Deutschland hat ihre eigenen traditionellen Brotsorten und Gebäckspezialitäten. Zum Beispiel gibt es in Bayern die „Brezel“, ein Laugengebäck in Form eines Knotens. Und in Norddeutschland gibt es „Pumpernickel“, ein sehr dunkles und schweres Brot.

Die Bäcker in Deutschland sind sehr kreativ und probieren gerne neue Rezepte aus. So entstehen immer wieder neue, leckere Backkreationen.

Wusstest du, dass es in Deutschland sogar eine Brotprüfung gibt? Ja, du hast richtig gehört! Jedes Jahr werden in Deutschland die besten Brote gekürt. Eine Jury probiert viele verschiedene Brote und wählt die besten aus. 

Außerdem gibt es in Deutschland auch Brotmuseen. Dort kann man viel über die Geschichte des Brotes erfahren und alte Brotbacköfen sehen.

Brot ist in Deutschland mehr als nur Nahrung. Es ist ein wichtiger Teil der Kultur und Tradition. Von traditionellen Brotsorten bis zu modernen Backkreationen – die Vielfalt und Qualität des Brotes in Deutschland sind beeindruckend. Also, wenn du das nächste Mal in Deutschland bist, probiere unbedingt ein Stück traditionelles deutsches Brot. Es wird dir sicherlich schmecken! Und hör Dir doch mal die Episode über das typisch deutsche Abendbrot an. Guten Appetit!

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Die TV-Serie „Der Bergdoktor“ – SG #265

Die TV-Serie „Der Bergdoktor“ – SG #265

Die TV-Serie „Der Bergdoktor“ ist eine sehr beliebte deutsche Fernsehserie, die sich um das Leben und die Abenteuer eines Arztes in den Alpen dreht. Die Hauptfigur der Serie ist Dr. Martin Gruber, der von dem österreichischen Schauspieler Hans Sigl gespielt wird. Die Serie hat eine große Fangemeinde und erfreut sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. 16 Staffeln gibt es mittlerweile (jetzt läuft gerade die 17.!), man kann sie in der ARD- und ZDF-Mediathek nachsehen. Die Einschaltquoten sind so gut, dass jeder fünfte deutsche TV-Zuschauer den Bergdoktor anschaut!

Die Handlung der Serie spielt sich in einem fiktiven Dorf namens Ellmau ab, das in den malerischen Tiroler Alpen liegt. Dr. Martin Gruber, der Bergdoktor, ist nicht nur ein erfahrener Arzt, sondern auch ein sehr bodenständiger und charismatischer Mensch. Die Serie beleuchtet sein Leben, seine Beziehungen zu den Dorfbewohnern und seine beruflichen Herausforderungen.

Die Geschichte beginnt damit, dass Dr. Gruber in das kleine, ländliche Ellmau zurückkehrt, nachdem er einige Jahre in New York verbracht hat. Er übernimmt eine Praxis. Von diesem Moment an wird er in viele emotionale und dramatische Geschichten verwickelt. Die Serie kombiniert medizinische Notfälle mit persönlichen Beziehungen. Natürlich hat der Arzt immer wieder neue Frauen an seiner Seite. Aber er lebt mit seiner Mutter, seinem Bruder und seiner Tochter auf einem Bauernhof. 

Es gibt viele Nebencharaktere in der Serie, von anderen Ärzten bis hin zu Dorfbewohnern mit unterschiedlichen Hintergründen. Da ist zum Beispiel der Klinikarzt, der im Laufe der Zeit zum Freund wird.

Jede Episode enthält eine neue medizinische Herausforderung, sei es ein Bergunfall, eine mysteriöse Krankheit oder ein tragisches Ereignis. Die Arbeit des Arztes wird wie in vielen TV-Serien sehr unrealistisch dargestellt, aber darum geht es eigentlich auch gar nicht. Es ist eben gute Unterhaltung – und zwischendrin gibt es immer wieder Bilder der  atemberaubenden Landschaft der Alpen. 

Die Serie ist für viele Menschen eine Art Eskapismus. Wir flüchten uns in dieses kleine Dorf Ellmau, wo jeder jeden kennt. Wir fühlen uns geborgen in dieser Ersatzfamilie. Und vor allem tut es gut, dass jedes noch so schlimme Problem am Ende der Episode gelöst ist. Meistens jedenfalls. Es wäre schön, wenn es in der realen Welt auch so einfach wäre! 

Andererseits würde ich einen großen Bogen um dieses Dorf Ellmau machen, denn so viele schlimme Krankheiten, wie da auftreten – das kann nicht normal sein.

Hast Du schonmal eine Folge „Der Bergdoktor“ gesehen? Wenn ja, schreib mir in die Kommentare, wie sie Dir gefallen hat! Hier findest Du sie in der Mediathek: https://www.zdf.de/serien/der-bergdoktor

Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg265kurz.pdf